The Fiction We Live - Or Just Me...

11.03.2008 um 12:36 Uhr

Träume.... :(

Stimmung: durcheinander und doch glücklich

Momentan ist in meinen Träumen alles seltsam.

Nachts, in deinem Arm, schlafe ich wahnsinnig gut und träume nichts (zumindest erinnere ich mich am Morgen nicht mehr daran). Doch wenn ich bei mir zuhause bin und mich noch für 1-2 Stündchen hinlege während du arbeitest… da träume ich den übelsten Mist. 
Erst heute hab ich von meinem Ex geträumt. 
Ich bin vor ihm geflohen, durch Straßen gerannt, die ich noch von damals kannte. Ich hatte Panik und hab bei wildfremden Leuten angeschellt und sie gebeten mir zu helfen, damit ich vor ihm in Sicherheit bin. Doch jetztendlich… als ich deren Wohnung betreten hatte, saß er schon auf der Couch und erwartete mich. 
Es war grausam. Er machte mir Vorwürfe, die ich nicht nachvollziehen konnte und aufgrund derer (seiner Meinung nach) unsere Beziehung scheiterte. 
Ich hör immer wieder wie er mich fragt „Liebst du mich nicht mehr?“… 
Als ich anfing zu weinen, hat mich mein Schatz angerufen… und alles andere verblasste. Mein Ex verschwand und auch der Ort an dem ich war, war aufeinmal ein anderer, fremder, doch es war schön. Alles war so hell und.. mir gings einfach gut. 
Doch dann… 10, 20… ich weiß nicht wie viele Sms du bekommen hattest. Scheinbar hattest du keinen Empfang gehabt und nun kamen sie alle aufeinmal. Du schaltetest dein Handy aus, nachdem du die erste Sms gelesen hattest… 
Du meintest, es wäre unwichtig, doch ich bestand darauf das Handy wieder anzuschalten, weil ich ein total schlechtes Gefühl hatte. Nach der tausendsten Aufforderung hast du’s auch getan und du sagtest „Du wolltest es ja nicht anders!“ 
Es waren alles Sms’ von Anderen, die dich auch liebten… und denen du es scheinbar auch sagtest…. 
Danach bin ich aufgewacht. 
Mir war schlecht.. und ich ging duschen, um die Gedanken wieder loszuwerden…
Warum träume ich so was?

 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenlady_bright schreibt am 13.03.2008 um 12:40 Uhr:Oh Gott, was für ein übler Traum. Das blöde ist, daß man das miese Gefühl was so ein Traum hinterlässt, den ganzen Tag mit sich rumschleppt. Ich träume so oft, daß mein Schatz mich verlässt, manchmal find ich nur noch einen Zettel von ihm, manchmal 'erwische' ich ihn noch mit gepackten Taschen auf der Treppe, mal macht er am Telefon Schluss. Es ist der Horror.. :-( Das sind nicht verarbeitete Verlustängste.. Bei dir ist es wohl die Angst nicht (genug) geliebt zu werden, so wie sich das anhört - auch im Zusammenhang mit den Vorwürfen deines Ex.
  2. zitierenHimbeerfrosch schreibt am 13.03.2008 um 13:30 Uhr:Ja, da hast du recht! Ich denke den ganzen Tag drüber nach und bin auch oft total neben der Spur... =(
    Es ist genauso wie bei dir.. einfach nur schrecklich.
    Aber.. warum sind es nicht verarbeitete Verlustängste?? Ich meine.. Verlustängste hab ich auf jeden Fall. Und das auch nicht zu knapp, aber warum sie nicht verarbeitet sind versteh ich an der Stelle nicht so ganz. =/
    Ach Mensch.. das ist doch alles kompliziert. Ich weiß, dass ich mir über sowas abslut keine Gedanken machen muss und dann, auch über die Frage "genug geliebt zu werden" und doch macht man sich mit sowas verrückt... schlimm!
  3. zitierenlady_bright schreibt am 13.03.2008 um 13:46 Uhr:Hmm, ist kein leichtes Thema unser Unterbewusstsein. Diese Ängste sind nicht nur momentane Ängste, sondern sie liegen tiefer. Sind über Jahre, vielleicht Jahrzehnte in uns programmiert. Meine stammen aus meiner sehr behüteten Kindheit, mir sind immer sehr, sehr enge zwischenmenschliche Bindungen vorgelebt worden. Ich bin außerdem Einzelkind mit einer sehr nahen elterlichen Bindung. Loslassen und mich selbst unabhänging von anderen wahrzunehmen hab ich nie gelernt. Ich kann und konnte mich nur im Kontext mit anderen sehen, ich war/bin durch andere. Schwierig zu erklären. Den Menschen, der mir wichtig ist zu verlieren, ist, wie ein Stück von mir selbst zu verlieren. Ja, mich komplett zu verlieren, nichts zu sein ohne den anderen. Das muss verarbeitet werden, der erste Schritt ist, sich darüber klar zu werden.

    Andere Menschen entwickeln Verlustängst, weil sie schon sehr früh gezwungen wurden loszulassen, vielleicht weil sie die Eltern früh verloren haben. Oder weil sie andere traumatische Trennungen hinter sich haben.

    Was es bei dir ist, wirst du selbst am besten wissen. Wenn es wiederkehrende Träume sind und diese Ängste, zu verlieren, dich auch im Wachleben begleiten (Eifersucht...) und du dich selbst damit quälst, ist es sicherlich ein tief im Unterbewusstsein verankertes 'Trauma' mit dem du dich beschäftigen solltest.
  4. zitierenHimbeerfrosch schreibt am 13.03.2008 um 13:58 Uhr:Oje.. ich hab mich doch jetzt tatsächlich in dem was du geschrieben hast wiedergefunden...
    Man sollte sich wirklich damit beschäftigen und an sich arbeiten, aber so leicht wie es sich immer sagt ist es ja leider nicht. Hab mir schon so oft vorgenommen, nicht immer gleich das Schlimmste zu befürchten, sondern erst einmal anzuwarten und schauen was geschieht... doch das ght nie lange gut.
    1-2 Wochen klappt es.. und in der Zeit geht's mir auch wahnsinnig gut doch dann geht es alles wieder von Vorne los. Es liegt wohl zum größten Teil an meinem nicht allzu großen Selbstbewusstsein.. hab ja auch schon einiges miterlebt und nicht immer (oder eher selten) normale Beziehungen geführt.
    Seitdem ich 14 bin war eigentlich nichts normal... und jetzt fast 7 Jahre später ist es wieder die erste "normale" und dazu noch schönste Beziehung...
    Hmm.. ich weiß schon woran es alles liegt, aber alles aufzuarbeiten braucht leider so viel Zeit!
  5. zitierenlady_bright schreibt am 13.03.2008 um 14:54 Uhr:Das braucht Zeit, ja, es hilft mir, darüber zu schreiben. So eine Art Selbstanalyse. Meist in ellenlangen Mails an meine Freundin. Manchmal da schreibe ich etwas und denke mir beim Aufschreiben 'Aha, so ist das also mit mir...' . Es ist, als ob ich das in dem Moment nicht meiner Freundin, sondern an mich selbst schreibe. Sich selbst Stück für Stück erkennen. (Wieso reagiere ich so? Wieso kann ich Dinge nicht einfach abhaken? Wieso fühl ich mich so oft allein, obwohl ich's nicht bin?) Wenn man etwas erkannt hat, kann man auch einen Weg finden damit zurecht zu kommen -> es zu verarbeiten. Dieses geringe Selbstbewusstsein kenne ich auch, einfach weil ich mir nicht bewusst bin, daß ich 'etwas wert' bin. Daß ich stark bin, klug bin, schön bin - ganz ohne mich mit anderen vergleichen zu müssen. Was ich leider immer tue und für mich selbst immer schlecht dabei abschneide.. :-( SelbstWERTgefühl. Mir wurde auch schon oft zu ambulanter Gesprächstherapie geraten. Bis jetzt konnte ich mich noch nicht so richtig dazu durchringen. Auch so etwas.. Immer alles selbst schaffen wollen, nur nicht jemanden bitten müssen.. Das wäre ja ein Eingestehen der eigenen Unzulänglichkeit, der eigenen 'Minderwertigkeit'. Naja, wie gesagt, sehr großes Thema das alles..
  6. zitierenHimbeerfrosch schreibt am 14.03.2008 um 08:25 Uhr:Aus dem Grund habe ich auch wieder angefangen zu bloggen. Ich rede zwar auch sehr viel mit Freunden darüber, aber... aber möchte sie ja nicht andauernd zutexten und weiter belasten. Immerhin haben sie (bzw. gerade die Eine, die mir immer zuhört) eigene Probleme zu bewältigen... und im Gegensatz zu ihrem sind meine "Probleme"... ja.. nix, unwichtig, bedeutungslos! Und so ein Blog... da kann man alles runterrasseln, was einem grad so bedrückt, ohne jemanden zu nerven oder weh zu tun... und hin und wieder bekommt man auch noch so liebe Antworten, wie die von dir.. und man fühlt sich verstanden und besser! =)
  7. zitierenlady_bright schreibt am 14.03.2008 um 09:51 Uhr::-) Danke, mir gehts auch so. Das ist ja auch der riesige Vorteil gegenüber dem Tagebuchgeschreibsel im stillen Kämmerlein, man bekommt Input und Denkanstöße von außen.

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