Going North

Jul 15, 2009 at 09:37 o\clock

Facebook

hab nun Facebook fuer mich entdeckt - es passt mir sehr gut, nicht immer gleich eine ganze Geschichte schreiben zu muessen, sondern einfach mal schnell zu sagen, was ich grad so mach oder denk oder mag ... :)

Wichtige und unwichtige news von mir könnt ihr nun also auch via Facebook erfahren - werd aber trotzdem versuchen, hier das eine oder andere Mal einen Statusbericht oder sonstiges zu posten.

Meine Eltern sind grad zu Besuch und wir haben gestern das erste Mal unseren Fischräucher oder sagt man -räucherer (scheine nicht mehr ganz Herr der deutschen Sprache zu sein), den ich zum 30-er bekommen habe, ausprobiert! Montag abend haben wir die frisch gefangenen Fische eingesalzen und gestern abend (Dienstag) dann geräuchert und mit meinen Eltern verspeist. WAU - das war lecker!!

Tja und ausserdem ist die Heidelbeersaison voll im Gang. Heute ist ein bsonders gutes Jahr und der Waldboden ist uebersät mit Sträuchern voll mit Beeren - ueberdurchschnittlich gross. Das schreit nach Marmelade-Einkochen!!

Am WE hab ich mal wieder Festival-Luft geschnuppert - in Hultsfred. Mando Diao, The Sounds, Lenka, A Camp ... aber am besten war eindeutig Timbuktu! ... Timbuktu, Timbuktu!!

So und fuer alle, die Facebook noch nicht fuer sich entdeckt haben:

http://www.facebook.com/

probierts aus!

Ich freu mich auf alle Fälle darueber, nun wieder etwas mehr auf dem Laufenden zu sein, was meine Freunde in Wien und Frankreich und Boston und die Radlerin durch Deutschland und die Oberösterreicher und die Schweden und die Neuseeländerin und die Burgenländer und ... so treiben!!

See you on Facebook! (z.B. Wulf ;), oder Michi und Petra oder Monika oder ... )

Dani

 

 

 

Jul 5, 2009 at 21:37 o\clock

Gotland

So - sind wieder da.

Waren eine Woche auf Gotland. Es war herrlich. Die ersten 2 Nächte haben wir uns in einem Hotel in Visby verwöhnen lassen. Visby ist eine mittelalterliche Hansestadt. Die alte Stadtmauer umringt nach wie vor die Innenstadt und unzählige Ruinen und alte Häuser riechen nach uralter Geschichte. Visby liegt an einem Hang direkt am Meer und hat unglaublich viel Charme und Leben - zumindest jetzt im Sommer, wo es Urlaubsziel Nummer 1 der Schweden ist.

Die Insel selbst ist uebersät von mittelalterlichen Kirchen, Gutshöfen und Häusern, die allesamt nach wie vor benutzt, bewirtschaftet oder bewohnt werden.

Ausserdem gibts es einige feine Sandstrände und das Wetter war uns hold :)

Naturmässig ist Gotland noch eine Spur wilder als Schweden. Das Klima ist etwas milder und die Wiesen stehen in voller Bluetenpracht, Beeren gibt es noch eine Spur dichter als auf dem Festland. Zur Zeit ist der Waldboden mit wilden Walderdbeeren uebersät - lecker!! Man muss sich immer wieder buecken, wenn man so herumspaziert ...

An den Kuesten haben sich eine Unmenge an interessanten Felsformationen, sogenannte Raukar, gebildet, wo das Meer den Kalkstein ausgeschwemmt hat.

Alte Fischerhuetten erinnern an Almhuetten am Meer ...

Hab auch schon fleissig Fotos hochgeladen:

http://picasaweb.google.se/dschachi/Gotland#

Lg Dani

Jun 11, 2009 at 22:44 o\clock

Kopenhagen

Ich weiss, ich hab schon lang nichts mehr eingetragen hier. Irgendwie war einiges zu tun und daheim war ich ja auch ein paar Tage. Das war echt toll, so viele zu sehen - ein paar von Euch leider nur sehr kurz :( ... tja und eine Ueberraschungsparty organisiert bekommen!! Mit dem hab ich ja ueberhaupt nicht gerechnet - das war echt genial, hat mich wahnsinnig gefreut!!

Am Wochenende waren wir in Kopenhagen - war nett, wieder einmal Stadtluft zu schnuppern! Kopenhagen ist eine wunderschöne Stadt, die einiges zu bieten hat ... frage mich, warum es mehr als ein Jahr gedauert hat, dass wir die 3,5 Stunden mit dem Zug dorthin gefahren sind ... Am Samstag am Abend waren wir im Jazzhouse - ach tut das gut wieder einmal gute Musik zu hören und noch dazu live!! In der Stadt war am Wochenende ein internationaler Lindyhop-Workshop und die Teilnehmer waren fast alle beim Konzert und haben das Tanzbein geschwungen - war echt nett zum Zusehn. Benny und ich wollten ja einen Tanzkurs machen, dabei gabs aber in Karlskrona nur Lindyhop, warauf ich nicht so wirklich Lust hatte. Vielleicht war das ein Fehler ...

Fotos von unserem City-Trip gibts uebrigens schon online: http://picasaweb.google.se/dschachi/Kopenhamn#

Dazwischen klafft leider eine Luecke - werde versuchen, bald mehr Fotos online zu stellen.

Liebe Gruesse!!

Dani

May 6, 2009 at 00:07 o\clock

die Wueste und der Urlaubsausklang

eine Wanderung durch die Wueste - kann ich nach meinen Erfahrungen jetzt nur empfehlen und versteh jetzt umso besser, warum ich das unbedingt machen wollte. Ich wuerds gleich wieder machen. 4 Tage sind wir marschiert. Wenn ich noch mal gehe, dann sicher länger.

Wir sind in einer kleinen Karawane losgezogen, unser Guide, der Kameltreiber, 2 Kamele und wir 2. Die Kamele haben wir mit allem beladen, was man in vier Tagen so braucht, Essen, Wasser, Zelt, Gaskocher. Die Richtung: immer geradeaus - ab und zu (2-3 Mal am Tag) haben wir uns ein paar Grad gedreht und dann gings wieder einfach nur gerade dahin. Nach einem einfachen Fruehstueck gings los und an der Veränderung des Schattens konnte man sehen, wie die Zeit vergeht - wenn der am Anfang laaange Schatten fast gar nicht mehr zu sehen ist, ist es Zeit fuer die ausfuerhliche Mittagspause. Dazu muss man dann einmal einen Baum suchen, was unter anderem eine Stunde dauern kann und da ist man dann wirklich froh, wenn man sich nach 3-4 Stunden Marsch im Schatten ausstrecken kann. Während wir Siesta hatten und Tee tranken, haben unsere beiden Begleiter (nicht die Kamele natuerlich ;) ) ein Menue fuer uns gezaubert. Nach dem Essen konnten dann alle rasten und wir noch ein bisschen länger, bis die Kamele wieder gefunden wurden. Die können, auch wenn man ihnen die Beine zusammenbindet in diesen Stunden ganz schön weit gelaufen sein. Dann wenn es am heissesten ist, gehts wieder los - noch einmal an die 3 - 3,5 Stunden - die Schatten werden wieder länger und dann wenn das Licht in der Wueste am schönsten ist und der Sand von der untergehenden Sonne strahlt, ist es Zeit das Nachtlager aufzubauen. Wir ruhen uns wieder aus, trinken Tee und werden bekocht. Langsam wird es dunkel und am Himmel sind schon die ersten Sterne zu sehen. Erstens strahlen sie am Wuestenhimmel um einiges heller und zweitens sieht man sicher 10 mal mehr, wenn es dann Nacht ist ... WAU!

Sandsturm: ja, der darf natuerlich auch nicht fehlen. Wir hatten gleich in der ersten Nacht das Vergnuegen. Da haben wir noch in einem Berberzelt geschlafen, dass im Prinzip aus Decken und Holzstangen besteht. Die Decken sind fuer den feinen Sand kein Hindernis und wir sind davon aufgewacht, dass wir Sand im Mund und eigentlich genau ueberall hatten. Der Sand ist einfach nur so niedergerieselt. Mit einem Tuch um das Gesicht gebunden, sind wir schnell wieder eingeschlafen. Am nächsten Morgen war im Zelt alles von einer ebenmässigen Sandschicht ueberdeckt.

unendliche Weite: zuerst geht man stundenlang durch Duenen, dann wieder Stunden ueber Geroellebenen, alles scheint so endlos. Man geht einfach so dahin - einmal eine halbe Stunde in Richtung Wasserstelle - die ist ausgetrocknet - also suchen wir eine andere - man sieht sie schon von der Ferne - trotzdem dauert es fast eine Stunde bis wir dann wirklich dort sind. Dort treffen wir eine Frau, die gerade Wäsche wäscht, weit und breit kein Zelt ... einmal treffen wir auf ein Zelt - die Frauen dort bieten uns frisch gemolkene Ziegenmilch an - am Horizont sieht man Wasser und eine Menge an Bäumen - Fata Morgana ... man hört nur unsere Schritte, Insekten, ... jeder Laut scheint in der Stille verstärkt zu werden. In meinem Kopf ist es einmal so richtig angenehm leer, kein Gedankengewirr,  ich kann mich nur auf die Natur um mich herum konzentrieren ....

Na - Appetit bekommen??

den Rest der Reise erzähl ich vielleicht ein ander Mal. Das wird dann weniger philosphisch ;)

Jetzt ab ins Bett mit mir!

Dani

May 6, 2009 at 00:06 o\clock

die Wueste und der Urlaubsausklang

eine Wanderung durch die Wueste - kann ich nach meinen Erfahrungen jetzt nur empfehlen und versteh jetzt umso besser, warum ich das unbedingt machen wollte. Ich wuerds gleich wieder machen. 4 Tage sind wir marschiert. Wenn ich noch mal gehe, dann sicher länger.

Wir sind in einer kleinen Karawane losgezogen, unser Guide, der Kameltreiber, 2 Kamele und wir 2. Die Kamele haben wir mit allem beladen, was man in vier Tagen so braucht, Essen, Wasser, Zelt, Gaskocher. Die Richtung: immer geradeaus - ab und zu (2-3 Mal am Tag) haben wir uns ein paar Grad gedreht und dann gings wieder einfach nur gerade dahin. Nach einem einfachen Fruehstueck gings los und an der Veränderung des Schattens konnte man sehen, wie die Zeit vergeht - wenn der am Anfang laaange Schatten fast gar nicht mehr zu sehen ist, ist es Zeit fuer die ausfuerhliche Mittagspause. Dazu muss man dann einmal einen Baum suchen, was unter anderem eine Stunde dauern kann und da ist man dann wirklich froh, wenn man sich nach 3-4 Stunden Marsch im Schatten ausstrecken kann. Während wir Siesta hatten und Tee tranken, haben unsere beiden Begleiter (nicht die Kamele natuerlich ;) ) ein Menue fuer uns gezaubert. Nach dem Essen konnten dann alle rasten und wir noch ein bisschen länger, bis die Kamele wieder gefunden wurden. Die können, auch wenn man ihnen die Beine zusammenbindet in diesen Stunden ganz schön weit gelaufen sein. Dann wenn es am heissesten ist, gehts wieder los - noch einmal an die 3 - 3,5 Stunden - die Schatten werden wieder länger und dann wenn das Licht in der Wueste am schönsten ist und der Sand von der untergehenden Sonne strahlt, ist es Zeit das Nachtlager aufzubauen. Wir ruhen uns wieder aus, trinken Tee und werden bekocht. Langsam wird es dunkel und am Himmel sind schon die ersten Sterne zu sehen. Erstens strahlen sie am Wuestenhimmel um einiges heller und zweitens sieht man sicher 10 mal mehr, wenn es dann Nacht ist ... WAU!

Sandsturm: ja, der darf natuerlich auch nicht fehlen. Wir hatten gleich in der ersten Nacht das Vergnuegen. Da haben wir noch in einem Berberzelt geschlafen, dass im Prinzip aus Decken und Holzstangen besteht. Die Decken sind fuer den feinen Sand kein Hindernis und wir sind davon aufgewacht, dass wir Sand im Mund und eigentlich genau ueberall hatten. Der Sand ist einfach nur so niedergerieselt. Mit einem Tuch um das Gesicht gebunden, sind wir schnell wieder eingeschlafen. Am nächsten Morgen war im Zelt alles von einer ebenmässigen Sandschicht ueberdeckt.

unendliche Weite: zuerst geht man stundenlang durch Duenen, dann wieder Stunden ueber Geroellebenen, alles scheint so endlos. Man geht einfach so dahin - einmal eine halbe Stunde in Richtung Wasserstelle - die ist ausgetrocknet - also suchen wir eine andere - man sieht sie schon von der Ferne - trotzdem dauert es fast eine Stunde bis wir dann wirklich dort sind. Dort treffen wir eine Frau, die gerade Wäsche wäscht, weit und breit kein Zelt ... einmal treffen wir auf ein Zelt - die Frauen dort bieten uns frisch gemolkene Ziegenmilch an - am Horizont sieht man Wasser und eine Menge an Bäumen - Fata Morgana ... man hört nur unsere Schritte, Insekten, ... jeder Laut scheint in der Stille verstärkt zu werden. In meinem Kopf ist es einmal so richtig angenehm leer, kein Gedankengewirr,  ich kann mich nur auf die Natur um mich herum konzentrieren ....

Na - Appetit bekommen??

den Rest der Reise erzähl ich vielleicht ein ander Mal. Das wird dann weniger philosphisch ;)

Jetzt ab ins Bett mit mir!

Dani