Wenn Gedanken zu Worten werden...
Stimmung: müde
Musik: C'est pour vivre (Celine Dion)
Der heutige Eintrag besteht eigentlich nur aus einem Gedicht, das ich in den letzten zwei Stunden geschrieben habe. Es dauerte lang, bis ich damit zufrieden war.
Immer wieder mussten ein paar Zeilen durch andere ersetzt werden, aber jetzt ist das Werk beendet.
Ach...von Metrik halte ich übrigens nicht viel, weil ich denke, dass das bei einem Gedicht einfach nicht zwigend notwendig ist.
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Eine Antwort
ÂIch sitze schweigend in der Bank,
nach langem Gebet und wenig Dank.
Die Madonnenstatue vor mir blickt mich an,
und ich frage mich, ob sie mich sehen kann.
ÂIch denke an den Tag zurück,
und empfind’ dabei kein Glück.
Warum ist mein Leben so furchtbar schwer,
und warum mein Herz manchmal so leer?
ÂIch schließe meine Augen,
ich kann es kaum glauben.
Wieder einmal ist es geschehen,
ich habe wieder eine Seele gesehen.
ÂMit all den Gefühlen, die dabei entstehen,
muss ich es mir schon wieder eingestehen.
Ich bin anders, ich kann es nicht verstehen,
muss eine Prüfung nach der andern bestehen.
„Warum ich?“, lautet meine Frage,
mit der ich mich schon lange plage.
„Wer bin ich, jemanden einfach zu erkennen?“,
still ist es, niemand will die Antwort nennen.
„Warum sehe ich und andre nicht?“
Auf einmal fühl’ ich etwas: Licht?
Ich öffne meine Augen,
und kann es nicht glauben.
ÂDie Madonnenstatue bewegt sich und spricht:
„Kind, ich bin bei dir, verzweifle nicht.“
Von ihrem Thron steigt sie herunter,
und blickt mich an und lächelt munter.
ÂSie legt ihre Hände auf mein Gesicht,
umhüllt bin ich von ihrem Licht.
Sie setzt sich neben mich, auf ganz besondere Weise.
„Ich liebe dich, mein Kind“, sagt sie schließlich leise,
ÂIhre Hand umfasst ganz sanft die meine,
ich suche nach Worten, doch finde keine.
„Steh nun auf und verlass’ diese Räume,
vertraue auf Gott und auf deine Träume.
ÂGeh in die Welt hinaus und lass es geschehen,
lass dein Herz in das eines anderen sehen.
Doch bevor du gehst, beantworte ich dir eine Frage:
Das, was dich sehend macht, Kind, ist deine Gabe.“
Â
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Ich würde mich über ein paar Gedanken oder Interpretationen dazu freuen. :o)

ich wußte gar nicht, dass du so schön dichten kannst. Der Inhalt des Gedichtes trifft mich in meinem Innern. Wir beide wissen ja, dass wir sehr ähnlich empfinden.Es ist so schön, dich zu kennen. Du bist etwas ganz besonderes! Ich freue mich auch, dass du so zu deiner Gabe stehst.
Ich sehe dich wirklich in der Bank sitzen.
Jetzt geht es mir auch wieder besser, bald hab ich wieder Zeit mit dir zu reden,
machs gut, bis bald, deine Haibara
finde ich auch, ein sehr schoenes Gedicht, welches Bilder im Kopf erzeugt.
Ich nin nicht christlich im Sinne von Kirchen, glaube aber an Gott. Ich denke, vieles ist geplant, wir habe Aufgaben im Leben, die wir erfuellen sollen.
andere glauben nicht, soe meinen es hat sich alles von alleine entwickelt.
Aber ob es das kann? Ich kann es nicht glauben.
Ein Auto entwickelt sich auch nicht von alleine, ein Grashalm entsteht nicht einfach so, wenn man die Chemischen Bestadteile hinlegt. Da koennte man wohl ewig warten.
Der Mensch denkt er kann so viel, er koennte aber nicht einmal eine lebendige Ameise oder einen lebenden Grashalm bauen.
So sagt mir die Madonna nicht so viel. Aber diese Kraft aeussert sich bei jedem so, wie er es am besten versteht.
Bei Dir, mit Deinem Glauben, eben ueber die Madonnastatue...
Ovwohl das Goettlliche wohl in jedem vorhanden ist, wenn er in sich hieneinhorcht.
Und von dort kann er auch die Antworten bekommen. Wohl nicht auf alles, aber auf vieles.
Es ist ein angenhemes schoenes Gefuehl, sich aufgehoben und sicher zu fuehlen.
Dieses Gefuehl, es kann mir nichts wirklich geschehen, egal was passiert.
Ja, es stimmt, wir koennen wohl mehr wahrnehmen, als wir glauben moechten, wenn wir sensibel dafuer sind.
Und es stimmt auch, unsere Gedanken sind frei, sie koennen zu jedem Ort gehen, zu dem sie moechten. Auch denke ich, man koennte sie spueren.
Es gibt Situationen, wo wir das denken des anderen erfassen koennen und spueren.
Bei Tieren ist es oftmals sowieso so. Da braucht man nur daran zu denken, mit dem Hund rauszugehen, oder ihm etwas zu essen zu geben.
Ganz ohne etwas zu sagen, oder sich zu bewegen, meistens bemerkt er es, schaut einen erwartungsvoll an, oder steht schon auf.
Da sind dieses Sinne wohl noch geschaerft.
Liebe Gruesse