Das seltene Tier (in mir und dir)
Stimmung: müde
Musik: Angel (Sarah McLachlan)
Heute hab ich zwei Gedichte geschrieben. Das hier ist eines davon...das erste der beiden.
Ich möchte dieses Gedicht meiner lieben HAIBARA widmen, weil sie mich ein bissl darauf gebracht und dazu inspiriert hat.
Es ist zwar ein trauriges Gedicht, aber am Ende erscheint doch ein Hoffnungsschimmer!
Ich würde mich wirklich sehr über eure Meinungen und/oder Interpretationen freuen!
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Das seltene Tier (in mir und dir)
Wie lange hält dich dieser Käfig,
etwa schon immer, etwa schon ewig?
Ständig rennst du hin und her,
fällt dir das Stillstehn denn so schwer?
Diese kalten Gitterstäbe,
wenn es sie doch gar nicht gäbe.
Du fühlst das harte, kalte Eisen,
würdest es zu gern zerreißen.
Viele Regeln und Gesetze,
suchen täglich ihre Plätze
in einer Welt, die einst war frei.
Schon längst ist diese Zeit vorbei.
Doch du lebst in dieser Zeit,
bist zu allem noch bereit.
Aber du bist eingeschlossen,
wirst mit bösem Blick beschossen.
Die anderen sind nicht wie du,
die anderen, die hörn’ nicht zu.
Sie schließen alle ihre Augen,
wollen nicht an Wunder glauben.
Du kannst keine Ruhe finden,
hast Angst bald selber zu erblinden.
So müssen deine Füße rennen,
als würden deine Sohlen brennen.
Dein Geist muss einfach weiter wachen,
auch wenn die andern noch so lachen.
Du hängst zu fest in ihren Fängen,
fühlst, wie sehr sich dich bedrängen.
Gefangen bist du, selt’nes Tier,
das die Menschen blöd begaffen.
Ich eile schon zur Rettung dir,
gemeinsam können wir es schaffen.
Fühlst du denn nicht meine Nähe?
Hörst du nicht die schwarze Krähe?
„Komm schon, du musst ruhig werden,
denn so wirst du bald schon sterben!“
Ich weiß, du kannst mich deutlich hören,
lässt dich in deiner Eile stören.
Du kannst mich durch das Gitter sehen,
und fängst erbärmlich an zu flehen:
„Befreie mich von dieser Menge,
in der nicht eine Seel’ ich kenne.
Deine Worte rührten mich,
sag mir, Fremde: kenn ich dich?“
Ich blick' dich an,
und sprech' sodann:
"Du bist zwar selten, doch kein Tier,
die halten dich doch bloß dafür.
Mein Herzschlag ist dir wohl bekannt,
deshalb hast du ihn gleich erkannt.
Wir sind anders, glaube mir,
du bist wie ich, ich helfe dir."
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Die Gitterstaebe die uns umgeben, wir stellen sie selbst auf..und meistens haben diese Gitterstaebe, jeder einzelne einen Namen, Namen von Personen, die wir kennen, die uns einschraenken wollen.
Ob wir es zulassen, muessen wir selbst entscheiden.
Liebe Gruesse
wie oft haben wir all das besprochen, was du hier in dieses traurige, aber auch sehr schöne Gedicht hineingeschrieben hast. Ich danke dir, dass du es mir gewidmet hast.
Das "seltene Tier": ich weiß, was du damit meinst, aber du weißt auch, dass ich Tiere sehr mag und wenn du mich ein seltenes Tier nennst, bin ich schon wieder stolz darüber, denn Tiere sind die besseren Menschen,
ich umarme dich, deine Haibara