C'est Contre Nature

17.10.2007 um 18:52 Uhr

Where will YOU go?

von: Nyir   Stichwörter: Songtext, Gedanken

Stimmung: neutral
Musik: Where will you go (Evanescence)

Ich habe vor einiger Zeit das Lied "Where will you go" von Evanescene zugeschickt bekommen.
Aber irgendwie hab ich mich erst gestern Abend mit dem Lied beschäftigt (Songtext gesucht und genauer hingehört).
Und der Text machte mich sprachlos. Lest selbst, vielleicht versteht jemand, warum.

Where Will You Go

You’re too important for anyone
You play the role of all you long to be
But I, I know who you really are
You’re the one who cries when you’re alone

But where will you go
With no one left to save you from yourself
You can’t escape
You can’t escape

You think that I can’t see right through your eyes
Scared to death to face reality
No one seems to hear your hidden cries
You’re left to face yourself alone

But where will you go
With no one left to save you from yourself
You can’t escape
The truth
I realize you’re afraid
But you can’t abandon everyone
You can’t escape
You don’t want to escape

I’m so sick of speaking words that no one understands
Is it clear enough that you can’t live your whole life all alone?
I can hear you when you whisper
But you can’t even hear me screaming

Where will you go
With no one left to save you from yourself
You can’t escape
The truth
I realize you’re afraid
But you can’t reject the whole world
You can’t escape
You won’t escape
You can’t escape
You don’t want to escape

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14.10.2007 um 21:36 Uhr

Tränen

von: Nyir   Stichwörter: Trauer, Traenen, Umschwung, Besserung

Stimmung: durcheinander
Musik: I knew you were waiting for me (Aretha Franklin & George Michael)

Hallo!
Ich möchte mich zuerst einmal bei allen Bedanken, die meine Blogeinträge kommentieren. Vielen Dank für eure lieben Worte! Happy
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Vor wenigen Minuten habe ich ein Chat-Gespräch mit meiner besten Freundin beendet. Sie ist seit Juli 2007 in Irland, weil sie dort ein Jahr als Au-Pair arbeitet.
Momentan habe ich wieder eine ziemlich sensible und verletzliche Phase und ich habe meiner Freundin erzählt, was so in mir vorgeht.
Während des Schreibens musste ich plötzlich furchtbar weinen - momentan kommt einfach alles zusammen.
Die Tränen rannen in Bächen über mein Gesicht, sodass ich kaum noch sehen konnte, was wir uns gegenseitig schrieben.

Jetzt geht's mir wieder etwas besser. Und ich frage mich warum.
Warum kann Weinen den seelischen Druck erleichtern?
Wird dieser seelische Druck vielleicht doch durch eine chemisch/biologisch nachweisbare Substanz ausgelöst, die mit der Tränenflüssigkeit ausgeschieden wird?

Aber wie soll etwas chemisch-biologisches auf die Seele Einfluss haben können? Die Seele ist doch kein Organ oder besteht nicht aus Zellen. Oder?

Und doch geht es mir nach dem Weinen besser. Es ist wirklich seltsam...

03.10.2007 um 23:39 Uhr

Das seltene Tier (in mir und dir)

Stimmung: müde
Musik: Angel (Sarah McLachlan)

Heute hab ich zwei Gedichte geschrieben. Das hier ist eines davon...das erste der beiden.
Ich möchte dieses Gedicht meiner lieben HAIBARA widmen, weil sie mich ein bissl darauf gebracht und dazu inspiriert hat.
Es ist zwar ein trauriges Gedicht, aber am Ende erscheint doch ein Hoffnungsschimmer!
Ich würde mich wirklich sehr über eure Meinungen und/oder Interpretationen freuen!

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Das seltene Tier (in mir und dir)

Wie lange hält dich dieser Käfig,
etwa schon immer, etwa schon ewig?
Ständig rennst du hin und her,
fällt dir das Stillstehn denn so schwer?

Diese kalten Gitterstäbe,
wenn es sie doch gar nicht gäbe.
Du fühlst das harte, kalte Eisen,
würdest es zu gern zerreißen.

Viele Regeln und Gesetze,
suchen täglich ihre Plätze
in einer Welt, die einst war frei.
Schon längst ist diese Zeit vorbei.

Doch du lebst in dieser Zeit,
bist zu allem noch bereit.
Aber du bist eingeschlossen,
wirst mit bösem Blick beschossen.

Die anderen sind nicht wie du,
die anderen, die hörn’ nicht zu.
Sie schließen alle ihre Augen,
wollen nicht an Wunder glauben.

Du kannst keine Ruhe finden,
hast Angst bald selber zu erblinden.
So müssen deine Füße rennen,
als würden deine Sohlen brennen.

Dein Geist muss einfach weiter wachen,
auch wenn die andern noch so lachen.
Du hängst zu fest in ihren Fängen,
fühlst, wie sehr sich dich bedrängen.

Gefangen bist du, selt’nes Tier,
das die Menschen blöd begaffen.
Ich eile schon zur Rettung dir,
gemeinsam können wir es schaffen.

Fühlst du denn nicht meine Nähe?
Hörst du nicht die schwarze Krähe?
„Komm schon, du musst ruhig werden,
denn so wirst du bald schon sterben!“

Ich weiß, du kannst mich deutlich hören,
lässt dich in deiner Eile stören.
Du kannst mich durch das Gitter sehen,
und fängst erbärmlich an zu flehen:

„Befreie mich von dieser Menge,
in der nicht eine Seel’ ich kenne.
Deine Worte rührten mich,
sag mir, Fremde: kenn ich dich?“

Ich blick' dich an,
und sprech' sodann:
"Du bist zwar selten, doch kein Tier,
die halten dich doch bloß dafür.

Mein Herzschlag ist dir wohl bekannt,
deshalb hast du ihn gleich erkannt.
Wir sind anders, glaube mir,
du bist wie ich, ich helfe dir."

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