"Früher" ist das alte "Heute"
Stimmung: zufrieden
Musik: Fifth Element Song (Blue Diva)
Heute in der Lateinstunde fiel mir ein Gedanke ein, den ich seit längerem vergessen hatte.
Ich fragte mich einmal: "Warum ist der Mensch quasi von Natur aus so geprägt, dass er der Menge folgt?"
Genauer gesagt, fragte ich mir, warum es so viele "Mitläufer" gibt und warum die Menschen sich in ihrer Meinung oder im Verhalten der Mehrheit (der Gesellschaft) anpassen.
Ich bin ja da etwas anders, ich lasse mich nicht in eine Schublade zwängen und ich lasse mir nicht gern in die Karten schauen.
Ich weiß nicht, ob das, was ich mir zu dem Thema gedacht habe, irgendwann wissenschaftlich erklärt wurde oder ob das mal im Laufe einer Studie erforscht wurde. Ich habe jedenfalls nie von so etwas gelesen.
Hier meine Erklärung zu meinen Überlegungen:
Alles beginnt imgrunde zur Zeit der Urmenschen. Sie mussten zusammenhalten, in Gruppen leben, um ihr eigenes Überleben zu sichern.
Wurde ein Mensch aus einem Klan/Stamm ausgeschlossen, bedeutete das für ihn den sicheren Tod.
Ich glaube, es dürfte wohl sehr selten vorgekommen sein, dass ein Mensch dauerhaft alleine überlebte, aufgrund der Gefahren, Witterungen und Jahreszeiten (Winter!).
Und für die Menschen von heute gilt das irgendwie auch noch. Zwar nicht direkt, aber es ist noch immer in ihnen verankert, dass man sich lieber der Menge anschließt, als alleine da zu stehen.
Heute geht es zwar nicht mehr ums physische Überleben, dafür aber um das psychische Überleben. Denn als Außenseiter wird man belächelt, ausgelacht, beschumpfen, fertig gemacht, an den Rand der Gesellschaft gedrängt,...
Da ist es ganz egal, ob man reich oder arm, klug oder dumm, schön oder hässlich ist. Das spielt dann einfach keine Rolle mehr. Wer sich der Gesellschaft widersetzt, wird ausgestoßen.
Und weil der Ur-Überlebenstrieb in jedem Menschen steckt, geht man eben auch eher mit der Menge mit und fügt sich auch Dingen, die man vielleicht gar nicht so gut findet.
Aus diesem Grund auch die Überschrift dieses Blogs. Es hat sich seit jeher nicht viel verändert auf diesem Gebiet: "Früher" ist also nur das alte "Heute"!
