C'est Contre Nature

20.09.2007 um 00:03 Uhr

Von Herz zu Herz getragen

von: Nyir   Stichwörter: Gedicht, Herz

Stimmung: nachdenklich
Musik: Listen to your heart (DHT)

Von Herz zu Herz getragen

Von Herz zu Herz getragen,
sind viele stumme Fragen.
Komm, gib mir deine Hände,
denn sie sprechen Bände.

Es ist tief in deiner Seele,

wonach ich so lang schon such’.
Du willst, dass ich’s verfehle, 
aus Angst vor meinem Fluch.

Meinem Fluch, der keiner ist,
der zeigt, wer du wirklich bist.
Reiß ab deine kalten Mauern,
und lass mich mit dir trauern.

Von Herz zu Herz getragen,
sind unendlich viele Fragen.
Die Antwort liegt tief in dir,
sieh mich an und sprich zu mir.

Unnötig sind sinnleere Worte,

an diesem guten, stillen Orte.
Du weißt genau, wer ich bin,
du weißt, ich gebe mich dir hin.

Komm, blick’ mich einfach an,
lass deine Augen sprechen dann.
Nun fühlst du mich,
und ich fühl’ dich.

Von Herz zu Herz sind getragen,
all die vielen, stummen Fragen.
Ich hör die Antwort, so rein und wahr,
Tränen verlassen dein Augenpaar.

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Ich würde mich sehr über eure Meinungen über dieses Gedicht, das ich vor ein paar Tagen geschrieben habe, freuen! :o)

14.09.2007 um 19:36 Uhr

"Früher" ist das alte "Heute"

von: Nyir   Stichwörter: Menschen, Gesellschaft, berlebenstrieb

Stimmung: zufrieden
Musik: Fifth Element Song (Blue Diva)

Heute in der Lateinstunde fiel mir ein Gedanke ein, den ich seit längerem vergessen hatte.

Ich fragte mich einmal: "Warum ist der Mensch quasi von Natur aus so geprägt, dass er der Menge folgt?"
Genauer gesagt, fragte ich mir, warum es so viele "Mitläufer" gibt und warum die Menschen sich in ihrer Meinung oder im Verhalten der Mehrheit (der Gesellschaft) anpassen.
Ich bin ja da etwas anders, ich lasse mich nicht in eine Schublade zwängen und ich lasse mir nicht gern in die Karten schauen.
Ich weiß nicht, ob das, was ich mir zu dem Thema gedacht habe, irgendwann wissenschaftlich erklärt wurde oder ob das mal im Laufe einer Studie erforscht wurde. Ich habe jedenfalls nie von so etwas gelesen.
Hier meine Erklärung zu meinen Überlegungen:

Alles beginnt imgrunde zur Zeit der Urmenschen. Sie mussten zusammenhalten, in Gruppen leben, um ihr eigenes Überleben zu sichern.
Wurde ein Mensch aus einem Klan/Stamm ausgeschlossen, bedeutete das für ihn den sicheren Tod.
Ich glaube, es dürfte wohl sehr selten vorgekommen sein, dass ein Mensch dauerhaft alleine überlebte, aufgrund der Gefahren, Witterungen und Jahreszeiten (Winter!).
Und für die Menschen von heute gilt das irgendwie auch noch. Zwar nicht direkt, aber es ist noch immer in ihnen verankert, dass man sich lieber der Menge anschließt, als alleine da zu stehen.
Heute geht es zwar nicht mehr ums physische Überleben, dafür aber um das psychische Überleben. Denn als Außenseiter wird man belächelt, ausgelacht, beschumpfen, fertig gemacht, an den Rand der Gesellschaft gedrängt,...
Da ist es ganz egal, ob man reich oder arm, klug oder dumm, schön oder hässlich ist. Das spielt dann einfach keine Rolle mehr. Wer sich der Gesellschaft widersetzt, wird ausgestoßen.
Und weil der Ur-Überlebenstrieb in jedem Menschen steckt, geht man eben auch eher mit der Menge mit und fügt sich auch Dingen, die man vielleicht gar nicht so gut findet.

Aus diesem Grund auch die Überschrift dieses Blogs. Es hat sich seit jeher nicht viel verändert auf diesem Gebiet: "Früher" ist also nur das alte "Heute"!

12.09.2007 um 20:52 Uhr

Ich trage Leben in mir

von: Nyir   Stichwörter: Leben, Passivit, glauben, Schwangerschaft

Stimmung: gut
Musik: Masquenada (Black Eyed Peas feat. Sergio Mendes)

Guten Abend! 

Heute spreche ich mal ein vielleicht etwas eigenartiges Thema an.

Der Kinderwunsch ist bei jedem Menschen (egal ob Mann oder Frau) unterschiedlich. Manche wünschen sich Kinder, andere wiederum nicht.
Ich gehöre zu den Menschen, die unbedingt Kinder haben möchten. Ich liebe Kinder und freue mich, wenn ich selbst einmal welche bekomme und habe.

Wenn ich sonntags in der Kirche bin und am Ende der Messe der Segen gespendet wird, so bekreuzige ich mich nicht nur selbst, sondern gebe auch meinem Bauch ein kleines Kreuz.
Vielleicht denken nun manche, ob ich verrückt sei und was das bringen soll. Nun, ich glaube einfach daran, dass es hilft, auf welche Weise auch immer.
Mir ist vor einiger Zeit (vor über einem Jahr) nach längerem Nachdenken nämlich aufgefallen, dass ich doch eigentlich meine halben Kinder schon in mir trage. Ich trage sie Tag und Nacht in mir und sie begleiten mich überall hin.
Ihnen fehlt nur noch die andere Hälfte, die es ihnen ermöglicht zu wachsen!
Ich bin dadurch auch niemals alleine, auch wenn ich mich manchmal so fühle.

Es ist auch wirklich seltsam, denn ich liebe meine Kinder heute schon so unendlich!!

Vielleicht klingt das alles für euch weit hergeholt, markaber oder abartig, aber für mich ist es etwas Wunderschönes!! :o)

Liebe Grüße, Nyir :o)

06.09.2007 um 00:59 Uhr

Wenn Gedanken zu Worten werden...

von: Nyir   Stichwörter: Gedanken, Gedicht, Glaube

Stimmung: müde
Musik: C'est pour vivre (Celine Dion)

Der heutige Eintrag besteht eigentlich nur aus einem Gedicht, das ich in den letzten zwei Stunden geschrieben habe. Es dauerte lang, bis ich damit zufrieden war.
Immer wieder mussten ein paar Zeilen durch andere ersetzt werden, aber jetzt ist das Werk beendet.
Ach...von Metrik halte ich übrigens nicht viel, weil ich denke, dass das bei einem Gedicht einfach nicht zwigend notwendig ist.

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Eine Antwort

 

Ich sitze schweigend in der Bank,

nach langem Gebet und wenig Dank.

Die Madonnenstatue vor mir blickt mich an,

und ich frage mich, ob sie mich sehen kann.

 

Ich denke an den Tag zurück,

und empfind’ dabei kein Glück.

Warum ist mein Leben so furchtbar schwer,

und warum mein Herz manchmal so leer?

 

Ich schließe meine Augen,

ich kann es kaum glauben.

Wieder einmal ist es geschehen,

ich habe wieder eine Seele gesehen.

 

Mit all den Gefühlen, die dabei entstehen,

muss ich es mir schon wieder eingestehen.

Ich bin anders, ich kann es nicht verstehen,

muss eine Prüfung nach der andern bestehen.

 

„Warum ich?“, lautet meine Frage,

mit der ich mich schon lange plage.

„Wer bin ich, jemanden einfach zu erkennen?“,

still ist es, niemand will die Antwort nennen.

 

„Warum sehe ich und andre nicht?“

Auf einmal fühl’ ich etwas: Licht?

Ich öffne meine Augen,

und kann es nicht glauben.

 

Die Madonnenstatue bewegt sich und spricht:

„Kind, ich bin bei dir, verzweifle nicht.“

Von ihrem Thron steigt sie herunter,

und blickt mich an und lächelt munter.

 

Sie legt ihre Hände auf mein Gesicht,

umhüllt bin ich von ihrem Licht.

Sie setzt sich neben mich, auf ganz besondere Weise.

„Ich liebe dich, mein Kind“, sagt sie schließlich leise,

 

Ihre Hand umfasst ganz sanft die meine,

ich suche nach Worten, doch finde keine.

„Steh nun auf und verlass’ diese Räume,

vertraue auf Gott und auf deine Träume.

 

Geh in die Welt hinaus und lass es geschehen,

lass dein Herz in das eines anderen sehen.

Doch bevor du gehst, beantworte ich dir eine Frage:
Das, was dich sehend macht, Kind, ist deine Gabe.“


 

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Ich würde mich über ein paar Gedanken oder Interpretationen dazu freuen. :o)