Dani goes India

08.12.2006 um 17:36 Uhr

nahe dem Himmel

so mein Trip in den Norden ist leider schon beendet - bin grad in Varanasi angekommen ... eine wirklich atemberaubende Stadt ...

unser Trek im Himalaya war grenzgenial ... auch wenn um diese Zeit im Jahr nicht mehr sehr viele Routen zu begehen sind ...

auf der Fahrt zum Fuss des Chanta Silla sind wir durch ein wunderschoenes Tal gesaeumt von steil abfallenden Reisterassen-Haengen gefahren ... amazing!!  Fuer die erste Nacht sind wir dann zum Akklimatisieren zu einem Bergsee auf 2700m hinauf. Das Wetter war zu dieser Zeit nicht sehr viel versprechend - gut eingepackt in 2 Schlafsaecke haben wir die Nacht in eisiger Kaelte sehr gut ueberstanden und am naechsten Tag beim Blick aus dem Zelt stockte uns echt der Atem ... strahlend blauer Himmel vor dem sich majestaetisch die Gipfel des Himlaya (u.a. Chocumba) erheben!!  Vor dieser Kulisse sind wir dann ueber einen Grad hinueber zu unserem naechsten Camp und von dort aus gings dann am naechsten Morgen im Schnee auf den Peak ... obwohl schoen langsam der Nebel hereingefallen ist, war das Gipfelerlebnis trotzdem gewaltig!

Direkt vom Berg sind wir dann gleich mit dem Zug (17 Stunden Fahrt) nach Varanasi.

Jetzt werden wir den Abend noch im Guesthouse absitzen - daran, dass du am Abend nicht mehr raussollst, kann ich mich immer noch nicht so recht gewoehnen ... frei ist man hier nicht so wirklich. In Rishikesh waren wir zum Beispiel noch bei einem Israeli im Zimmer und wollten Karten spielen, wurden aber dann regelrecht rausgeschmissen ... nach 22.00 Uhr darf in Indien nicht mehr gelebt werden ... Alkohol laesst sich auch aeusserst schwer auftreiben und ich muss jetzt echt schaun, wie ich wieder zu Schnaps komme - meiner ist in den Bergen unserem Guide + Porter zum Opfer gefallen ... so viel also zur strengen indischen Lebensweise ... die Inder umgehen diese Regeln wie man sieht auch ...

ein zweites ist das staendige Angestarrtwerden: im Zug z.B. ist es keine Seltenheit, dass sich eine Horde von Maennern auf deine Bank und die gegenueber draengt (man glaubt gar nicht, wie viele auf so eine Bank passen) und dich ungeniert und unentwegt anstarrt ...

von derlei Kuriositaeten haette ich noch viel zu erzaehlen. Man erlebt hier staendig Sachen, die echt schwer vorzustellen sind ... mittlerweile habe ich aber so meine Taktiken entwickelt, damit umzugehen.

 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenMonika schreibt am 09.12.2006 um 16:49 Uhr:Schön, dass du wieder von heil runter bist. Hast sicher viel mehr Schnee gesehen als wir. Bei Sonnenschein haben wir immer noch über 15 Grad. Dass dir das um 22:00 nach Hause gehen schwer fällt kann ich mir sehr gut vorstellen. Kannst ja richtig Schlaf nachholen. LG monika
  2. zitierenandereas frauli schreibt am 10.12.2006 um 23:23 Uhr:die unwirklichkeit der andersheit liegt an der nichtwirklichkeit der gewöhnung. Die unwiderlegbarkeit des nicht hier seins bestätigt sich spätestens nach der gewahrwerdung des nichts, bezogen auf die normalität der heimeligen Adlerhorstromantik. Nicht verneinen sondern in wiederholender Manier ein strahlen den Strahlen entgegnen! Harre Rama harre Krischna

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