West End Houseparty
Frisch ausgeschlafen mache ich mich zunächst einmal dran die noch fehlenden Einträge im Blog zu ergänzen. Danach geht’s wie gewohnt in die Bibliothek wo Anna auch schon wartet. Zum Mittagessen habe ich mir das letzte Stück der Fertiglasagne mitgenommen. Schmeckt zwar irgendwie eklig aber der Hunger treibt’s rein, der Ekel würgt’s runter und der Geiz hält’s unten wie man so schön sagt ;-) Naja so schlimm war es auch nicht immerhin bin ich durch Oberhof, Bundeswehr und Mensa eh schon ziemlich abgestumpft. Auf Jedenfall bin ich satt.
Auf dem Heimweg denke ich noch mal an das treffen gestern an der QUT. Wir haben über Rassismus geredet. Sie hat mich gefragt ob mir hier schon Rassenfeindlichkeiten aufgefallen sind. Ich muß sagen nein. Zu mir waren immer alle zuvorkommend und freundlich. Was allerdings auffällt, ist daß es so bald es weg von der Arbeit geht, man auch nur ganz selten Leute mit offensichtlich unterschiedlichem kulturellem Background zusammen sieht.
Um wieder auf die wichtigen Dinge im Leben zurückzukommen setzen Andi und ich uns am Abend zu ein paar Bunderburg zusammen. Danach geht’s zu einer wirklichen coolen Houseparty nach West End. Wir treffen uns mit der Val, der Joschi die noch zwei Freundinnen (Maren und Jaana) mitbringen. Die Houseparty ist fast direkt neben dem Hostel Somewhere to Stay wo wir unsere ersten Tage in Brisbane verbracht haben. In dem Haus gibt’s einen Pool wo nach und nach alle auch mit Klamotten reinspringen. Ich halte mich aber zurück. Aber die Joschi und die Val sind ganz vorne mit dabei. Den Vogel bei der Party hat aber der Dresden Martin abgeschossen. Im Laufe des Abends lernt er eine Norwegerin kennen und ehe wir es uns versehen macht er schon wild vor der Tür mit ihr rum. So weit ist ja auch noch nichts Wildes dabei. Allerdings fällt den Beiden nachts um 4 auf, daß sie keine Ahnung haben wo sie sind und einfach irgendwo schlafen wollen. Müde wie die Beiden sind gehen sie von Haus zu Haus und schauen ob irgendwo eine Tür auf ist. Bei dem dritten Haus haben sie Glück. Die Tür geht auf und sie gehen in irgendeine Wohnung hinein. Der Wohnungseigentümer ist auf der Couch vor dem Fernseher eingeschlafen und schaut nur etwas verwirrt als die beiden Fremden seine Wohnung betreten. Legt sich aber wieder hin und schläft weiter ohne ein Wort zu sagen. Da Martin und sein Mädel noch Hunger haben gehen sie erst einmal zum Kühlschrank und bedienen sich kräftig. Aber das Ziel war es ja irgendwo zu schlafen. Also legen sie sich kurzerhand in das Bett von dem Besitzer, da der ja eh auf der Couch liegt. Als sie am nächsten Morgen etwas verwirrt aufwachen, ist der Besitzer schon wach, hat Kaffee gekocht und fährt sie dann auch noch Heim.
