Christian_goes_Brisbane

26.09.2007 um 05:40 Uhr

Tauchen am Great Barrier Reef

Der Wecker klingelt wie immer viel zu früh. Wir raffen uns trotzdem recht zügig auf, Frühstücken eine Kleinigkeit und machen uns auf den Weg zum Hafen. Wir sind zwar etwas spät dran, das macht aber gar nichts so müssen wir beim Einchecken nicht lange warten. Wir kommen auf unseren Hochgeschwindigkeitskatamaran. Als erstes bekommen wir Flossen und Taucherbrille und Schnorchel. Als Ingenieure sind Tom und ich gleich von den Schnorcheln begeistert. Diese sind so konstruiert, das kein Spritzwasser reinkommt und die Luft, die ausgeatmet wird, direkt am Mundstück ins Wasser kann. Auf den Whisundays hatten wir einThe Reef einfacheres System das ziemlich genervt hat, da man ständig das Wasser raus pusten mußte. Wir fahren etwa eine Stunde zu Outer Great Barrier Reef. Da wir einen Indruduction Dive gebucht haben bekommen wir auf der Fahrt noch eine kurze Einweisung zum tauchen. Als wir am Reef ankommen bin ich doch erst einmal etwas verwundert. Man sieht überhaupt nichts außer Wasser. Unter der Wasseroberfläche sieht man die Korallen. Wir bekommen unsere Taucherausrüstung angelegt und ab geht es ins Wasser. Bevor es mit dem tauchen losgeht werden noch Grundübungen gemacht. Wir müssen unser Mundstück herausnehmen und wieder reinstecken und Wasser aus der Brille blasen. Ich hatte gar keine Probleme damit. Als Tom unter Wasser gehen sollte hat er allerdings Panik bekommen und angefangen zu Hyperventilieren. Er mußte erst einmal raus und dann hat er sich aber gefangen. Dann ging es endlich los mit dem tauchen. Unsere Instruktorin hat uns unter den Arm genommen und wir sind langsam abgetaucht. Da ich mal am Ohr operiert wurde, hatte ich zunächst etwas angst wegen dem Druckausgleich, hatte aber letzten Endes überhaupt keine Probleme. Wir tauchen langsam ab bis auf 10 m tiefe und nähern uns dem Riff. Es ist unbeschreiblich. Man kann die Artenvielfalt auch nicht beschreiben und die vielen Farben die man sieht. Leider sind die meisten der Korallen schon tot und das Riff an sich wirkt ziemlich grau im Kontrast dazu. Wir tauchen 20 min durch das Riff und die Tauchlehrerin zeigt uns jede Menge dinge. Nach ein paar Minuten läßt sie mich auch los und ich kann alleine neben ihr schwimmen. Leide hab ich unsere Unterwasserkamera in meinem Rucksack vergessen. Es ist mir leider erst aufgefallen als ich im Wasser war, da ich so aufgeregt war. Als wir wieder aufgetaucht sind kommen wir doch ziemlich erschöpft wieder an Bord. Unsere Sicherheitsnummer wird notiert, daß wir wieder an Bord sind. Ich bin richtig geschlaucht von dem tauchen und muß mich erst einmal erholen. Ich hole mir etwas Essen vom Buffet und beschließe erst bei unserem nächsten Stop wieder ins Glasklares WasserWasser zu gehen. Da es kein Problem ist an der nächsten Stelle des Riffs noch mal zu tauchen nehme ich die Gelegenheit war um noch mal runter zu gehen. Diesmal denke ich auch an die Kamera. Wir sind nur zu dritt. Die Tauchlehrerein eine Italienerin und ich. Die Artenvielfalt ist noch größer als an der anderen Stelle. Wir sehen riesige Anemonen mit Clownfischen. Ich bekomme eine Seegurke in die Hand. Wir sehen etliche Korallen. Man kann was man hier unten sieht im Prinzip aber nicht beschreiben. Ich hoffe die Bilder werden etwas. Nachdem wir aufgetaucht sind, springe ich gleich mit meiner Schnorchelausrüstung wieder ins Wasser. Ich Schwimme ein paar Meter und sehe ein paar richtig häßliche Fische neben mir, die mir nicht ganz geheuer sind. Die Zähne schauen aus dem Maul und mit riesigen Augen beobachten sie mich. Ich bekomme erstmal kurz ein wenig Angst und schwimme erst einmal wieder zurück ans Boot. Nachdem ich 3 mal durchgeschnauft habe gehe ich wieder raus. Ich schwimme in eine Lagune hinein. Die Fische nutzen das Ruhige Wasser, um abzulaichen und so sieht man jede Menge Fische. Tom schwimmt sogar mit einer riesigen Schildkröte zusammen. Ich kann gar nicht genug bekommen. Schwimme immer weiter in die Lagune und genau in eine Gruppe von etwa 30 Fischen die mich vorher schon so erschreckt hat. Da mir die Sache nicht geheuer ist ziehe ich mich langsam zurück. Ich schwimme langsam zurück. Wenn man ganz leise ist hört man die Fische wie sie die Korallen abnagen um zu fressen. Es hört sich an wie ein reiben über Stein. Das Wasser ist hier kanpp 30° Warm. Viele haben sich zwar einen Neopren ausgeliehen, aber wir schwimmen nur in Badehose und es ist einfach herrlich. Und das sag grad ich, der es überhaupt nicht mag ins Wasser zu gehen. Die Rückfahrt vom Riff verläuft recht zügig. Ich spreche mit der einen Angestellten die das Catering macht. Sie war auch auf der Hofa in Reichenhall wie Matthias und wollte hier in Australien für ein Jahr herumreisen und gelegentlich Arbeiten. Work and Travel. Wirklich weit hat sie es nicht geschafft. Sie ist vor 5 Monaten in Cairns angekommen uns noch immer da. Allerdings hat sie eine Stelle wo sie zum Divemaster ausgebildet wird. Ziemlich erschöpft kommen wir zu hause an. Heute koche ich uns Bananen mit Schinken und Curryreis. Tom kann es sich zwar am Anfang nicht so vorstellen ist dann aber auch begeistert. Wir lernen noch ein paar Leute beim kochen kennen und stellen fest, daß sie auch an der  UQ studieren. Wir verabreden uns für abends und gehen wieder in den Hostelclub. Allerdings gehen wir auch heute wieder zeitig ins Bett, da wir morgen aufs Cape Tribulation fahren, was wir kurzfristig noch vorgestern gebucht hatten.


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