Stradbroke Island
Eigentlich war geplant das wir heute in aller Frühe aufbrechen um nach Bayron Bay zu fahren. Da die anderen aber gestern bis um 3 gefeiert haben sind wir leider auch erst so gegen halb 11
los gekommen. Kurzerhand ändern wir unsere Pläne und fahren nach Stradbroke Island, eine der größten Sandinseln der Welt. Diese liegt nur etwa eine Stunde nördlich von Brisbane und wird uns von allen Seiten wärmstens empfohlen. Da wir noch was einkaufen müssen, kommen wir erst gegen 12 Uhr am Hafen in Cleveland an. Mit dem Auto hinüber zu fahren würde 140 $ kosten und ist uns deutlich zu teuer. Da die nächste Fähre erst um halb 2 fährt und die letzte um halb sieben zurück, wollen Andi und Carsten plötzlich nicht mehr mitfahren. Allerdings gingen beide auch von völlig falschen Fährpreisen aus. Da die Zeit auf der Insel wirklich etwas knapp
erschien entschlossen Tom und ich uns kurzerhand einfach dort zu übernachten und morgen zum Fußballspiel wieder zurückzukommen. Die Anderen sind derweil wieder nach Surfers Paradise gefahren. Vor der Überfahrt trafen wir noch Anna, Martin und Lizbeth die sich auch kurzfristig entschlossen hatten auf der Insel zu übernachten. So ging es dann zu 5 los auf der Fähre. Vorbei an Mangrovenwäldern erreichen wir nach etwa einer halben Stunde die Insel. Leider setzt sich Martin in ein Kaugummi und versaut seine einzige Hose, die auch noch ausgerechnet weiß ist. Wer den Schaden hat braucht für den Spott nicht
zu sorgen. Mit dem Bus geht es sofort weiter zum nächsten Hostel. Wir haben Glück das noch 5 Plätze frei sind und gehen sofort zum Strand. Hier ist es so wie man sich Australien vorstellt. Ein Strand der sich bis zum Horizont erstreckt und nur eine Handvoll Leute zu sehen. Türkieses Wasser und weißer Sand. Das Wasser ist herrlich warm. Allerdings trau ich mich nicht rein zu gehen, da der gesamte Strand voll von Blue Bottles (Portugiesische Galeere) ist. Diese Hochgiftigen Tiere mit bis zu 60m langen Tentakeln können bei Berührung Atemstillstand und Herstillstand hervorrufen. Bei einer Fernsehdokumentation habe ich einige Schwimmer gesehen, die mit diesen Tieren in Berührung gekommen sind und das sah wirklich nicht gut aus, zu mal auch nicht erkennbar ein Arzt oder Ähnliches in der Nähe zu sein schien. Wir machen uns aber trotzdem am Strand gemütlich und erkunden etwas die Umgebung und finden einige wirklich sehr schöne Plätze, wo man die Seele baumeln lassen kann.
Nach einer kurzen Dusche wollen wir uns etwas zu Essen holen und gehen in den nächsten Pub, wo auch ein Bottle Shop ist. Leider haben die nur Sandwiches die nicht wirklich satt
machen. Naja 7 Bier sind ja auch ein Schnitzel und da ist noch nichts zu trinken bei. Tom und ich kaufen uns das geliebte Bunderburg und wir ziehen zurück zum Hostel. Wir sitzen noch etwas zu 5 zusammen und lernen noch einen Deutschen kennen, der als Backpacker unterwegs in dem Hostel für einige Wochen arbeitet. Als zwei Australier an uns vorbei gehen und fragen ob wir nicht noch mit ins Pub wollen entschließe ich mich kurzerhand mich anzuschließen. So ziehen wir los. Es wird ein sehr lustiger wenn auch langer Abend, an dem ich wieder sehr viele nette Leute kennen lerne. Der Rückweg war allerdings eine Qual, da der eine Aussie so betrunken war das er, als wir nicht aufgepaßt haben, sich auf die Landstraße gelegt hatte und dort eingeschlafen ist und fast überfahren worden wäre. Letztendlich haben wir ihn dann doch noch zu seinem Zelt gebracht. Allerding gehört er jetzt offiziel dem gelben Zirkel an ;-).

Liebe Grüße aus der verregneten Heimat