Musik: In Extremo - Omnia sol temperat
Es begann am Freitagmorgen, dauerte drei Tage, enthielt etwa im ganzen 6 Stunden Schlaf und am Ende eine Grippe frei Haus…Ring*Con!
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Direkt mal vorneweg: Es war die beste Ring*Con bisher!
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Freitag brachen S. und ich um kurz nach acht Uhr auf, in der Hoffnung, dass alle Züge pünktlich abfahren und uns somit das lästige Suchen nach Anschlusszügen ersparen würden – kaum zu glauben, aber keiner der drei Züge hatte Verspätung. (Die mitreisenden RingConnies konnte man sehr schön an der mannigfaltigen Auswahl an Waffen erkennen, die dem ein oder anderen Mitreisenden schon einmal einen merkwürdigen Blick entlocken konnten.
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11.09 Uhr: Pünktlich in Fulda angekommen.
Bevor wir uns zu unserem Gasthof aufmachten, schauten wir schnell im Esperanto, dass direkt neben dem Bahnhof liegt, vorbei und holten uns unsere Badges ab – juhu, kein giftgrün oder andere Neonfarben wie die letzten Jahre.
Die Deko hatte sich eindeutig verbessert und zierte in vielen…ähm…ja, Schwarztönen ;-) das Hotel. Das Leitthema war die dunkle Seite Mittelerdes, sprich die Orks, Uruks und Haradhrim.
Da wir noch Zeit hatten, bis S. zum Chor und ich mein Bild zum Artcontest abgeben musste, entschieden wir uns den Weg zum Gasthof zu Fuß zurück zu legen – zumindest hielt dieser gute Vorsatz, bis wir an einer Taxizentrale vorbeikamen…
„Oh, sie sind ja noch gar nicht angemalt!“, begrüßte uns der angesprochene Taxifahrer belustigt und brachte uns zum Gasthof…er hätte nur noch „verkleidet“ sagen müssen und meine Laune wäre gekippt…aber na ja, unwissendes Volk eben ;-)
Da ich ziemlich schmerzfrei darin bin, wenn Leute sich nach mir umschauen, genoß ich den kurzen Weg, durch Fulda, zurück ins Esperanto in Gewandung eher als das ich ihn peinlich fand – im Gegensatz zu S. *lach* (…jaja, Steffi heiratet irgendwann ihren Spiegel ;-) )
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Dann ging es also wirklich los und während S. bei ihrem Chor war, (ich bin leider in keinster Weise mit einer goldenen Kehle gesegnet) besorgte ich die Wertkarte, Workshopausweise und das ganze Nötige eben.
Danach folgte der Workshop im Bogenschießen. Ich sage es mal so: Wir hatten eine wundervolle Truppe! Samt Trainer und Beteiligten.
Zwar meinte Frank, der Trainer, als ich den Bogen das erste mal spannte, dass ich nicht das erste Mal einen Bogen in der Hand hielte – was auch stimmte – aber, dass ich seine „Ziele“ später aufs Böseste verstümmeln würde, ahnte auch er nicht.
Außerdem, war es schon beinahe unheimlich, dass er mich nur 2 Minuten gesehen hatte und direkt meinte: „Achja, da haben wir eine Sizilianerin im Kurs.“ O.o ….gruselig! Er meinte, man würde das sofort sehen, da ich ein ganz bestimmter Typ Frau wäre….aaaahja. Gut zu wissen. Die Sonne senkte sich und obwohl ich mir diverse Körperteile abgefroren habe, gewann ich das anschließende Shootout, heimste 3 goldgefiederte Larppfeile ein und tötete das Ziel, was mir unter allgemeinem Gelächter den Beinamen "Eimerkiller" für das ganze WE einbrachte:
Die Opening und alles Folgende war natürlich mittlerweile Routine, aber nicht minder schön, auch wenn sich meine Befürchtungen bezüglich Sean Astin bewahrheitet haben: Das Panel war eine wundervolle Lobeshymne auf sich selbst, wobei eine 10 Sekunden Frage mit einer wohlbedachten 15 Minuten Antwort belohnt wurde....*huch*...was, wie, wo bin ich? Eingeschlafen? Es scheint so...
Nunja, Craig und Mark folgten und brachten wieder etwas Stimmung in den Saal, bevor es dann endlich die Formatio Schelmish aufspielte und bis nach 1.00 Uhr gerockt wurde. Ich weiß schon, warum sie meine Lieblings Mittelalterband sind - sie reißen einen einfach mit und heizen das Publikum an. Zumindest sah ich und etwa 99% der Conbesucher das so...S. meinte, es sei einfach nur Krach...achja, immer diese Leute mit klassicher Musikausbildung *lach* egal, ich war halb taub aber glücklich...ein gelungener ConFreitag.
Samstag, nach einem wunderbaren Frühstück im Drei Linden, begann der ConSamstag mit dem Historischen Tanz. *puh* Ich kann nur sagen, dass Salsastaffel nicht anstrengender ist als 2 Stunden Mitelaltertanz!
Danach trainierte S. wieder ihre Stimme und ich kehrte zum Bogenschießen zurück - es war noch immer viel zu kalt, aber machte nicht weniger Spaß. Besonders als der schwarze Helikopter über das Hotel flog, alle sich umdrehten und "Nazgul!" riefen während wir unsere Bögen gen Himmel spannten, gab es eine menge zu lachen.
Ein wenig Schelmish und einige Voträge u.a. über Drogen in Mittelerde (Die alten Drogenpanscher Celeborn und Galadriel in Lorien: "Huch, es ist alles soooo blau hier"), gaben wir auf dem Mittelaltermarkt wir mal wieder viel zu viel Geld aus und standen doch sage und schreibe 3 Stunden für den Ring, den man mit eigener Inschrift versehen lassen konnte, an. Es zieren zwei Namen meinen Ring. Der eine ist mein allseits bekannter und der zweite ist wahrscheinlich nur für mich von persönlicher Bedeutung *grinsel*
Dann füllten wir den Abend noch mit dem amüsanten Costume Contest (mit einem wundervollen Beitrag zu den sterbenden Bäumen Laurelin und Telperion *schnüff*), der Auktion, Miranda Otto und den RingStars, die, wie ich fand, letztes Jahr eine wesentlich bessere Show abgeliefert haben - und ganz ehrlich, ich finde es nicht lustig, wenn man vor schmerz kreischende Elben mit einer Kettensäge zerteilt -.-
Der Sonntag wurde von mir mit folgenden Worten begrüßt: "Verdammte **** meine Kopf..." Die Con zehrt eindeutig an den Reserven und ich sah es nicht ein, mich noch einen Tag in der Gewandung die Treppen hinauf zu quälen.
Man konnte spüren, dass der größte Teil der Con bereits wieder vorbei war: Alles wirkte viel ruhiger und entspannter. Ich fand wieder den Weg zum Bogenteam und wurde von Frank direkt mit den erfreuten Worten: "Da istja mein Stargast", begrüßt. *lach* achja. Statt also irgendwann zu den Panels zu stoßen, blieb ich draußen sah den anderen noch ein wenig beim Schießen zu zu sehen (ich hatte ja Schießverbot ;-) ). Am Ende einigten wir uns noch darauf, dass wir nächstes Jahr ein extra Turnier für alle Schützen von diesem Jahr machen - ich freue mich drauf. Wirklich. :-) Nicknamen und Addressen wurden auch nochausgetauscht.
Mit der Closing endete dann die RingCon schon wieder. Viel zu schnell. Ich denke, es ist der schlimmste Moment, wenn man alle noch einmal drückt und sich verabschiedet. Doch es bleibt noch immer der Blick auf die nächste Con, denn wie wir ja alle wissen, ist nach der Con ja vor der Con. ;-)